Ernährung

Was mache ich falsch? 5 Diätirrtümer

Was mache ich falsch? 5 Diätirrtümer
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Neue Woche, neue Zahl auf der Waage. Oder auch nicht.

Klar, man kann mal einen schlechten Tag haben, aber wenn sich das Abnehmen oder Zunehmen lange stagniert, ist der Frust oder sogar Aufgeben nicht weit entfernt. Damit du weiterkämpfen kannst, sind hier fünf Fehler, die du villeicht bei deiner Diät oder Ernährungsweise begehst.

1. Zu sehr auf die Waage schauen

Ein Kilo ist eben nicht ein Kilo…Moment mal, was?!

Abnehmen ohne Waage
Beim Abnehmen lieber in den Spiegel als auf die Waage schauen

Naja, ein Kilo mehr oder weniger kann viele Ursachen haben. Es muss nicht unbedingt gleich Fettverlust oder -lagerung bedeuten. Andere Ursachen für ein verändertes Gewicht sind z.B.

  • Wasser: wer viel Salz ist, oder von Low Carb auf normale Kohlenhydrate umsteigt, wird erstmal viel Wasser in seinen Zellen speichern
  • Muskeln: auch wenn im kurzen Zeitraum eher unwahrscheinlich, kann Muskelzunahme zur Gewichtszunahme auf lange Zeit beitragen. Deshalb ist es viel besser, statt auf die Waage in den Spiegel zu schauen 😉
  • Verdauung: Verstopfung kann für eine verzögerte Nahrungsabgabe (Stuhlgang) sorgen. Da der gesamte Verdauungstrakt eine enorme Menge an Nahrungsvolumen halten kann, lässt sich bei längerem aussetzenden Stuhlgang ein Gewichtsunterschied von 0,5-2kg feststellen.

2. Zu wenig Kalorien

Smartphone Apps zum lückenlosen, knallharten „Kalorien-Tracken“ sind total im Trend. Jedes einzelne Gramm wird gemessen und zum Tagesbedarf hinzu addiert.

Blöd nur, wenn es tatsächlich zu wenig Kalorien sind – vor allem auf Dauer.

Denn dann schaltet der Körper sozusagen in den „Sparmodus“ um: schnell verdauliche Nahrung (vor allem Kohlenhydrate und Proteine) werden als „Fett für schlechtere Zeiten“ gespeichert. Nix mit abnehmen und Fett abbauen also.

Zu hohe Kaloriendefizite können auch zu einem Nährstoffmangel führen. Dies verlangsamt ebenfalls den Stoffwechsel – noch dazu geht die Motivation bei geistiger und körperlicher Schwäche schnell verloren.

3. Beilagen, Öle und andere Fette

Zweitens in die andere Richtung: Wer jeden Tag an seiner Kaloriengrenze „trackt“ und denkt, alles hat seine Ordnung, könnte sich trotzdem irren.

Denn was viele nicht bedenken: Öle und Fette, die wir im Salat oder zum Braten verwenden, werden oft beim Zählen vernachlässigt – ein Liter Öl hat immerhin 8000 Kalorien….

Das kann sich bei morgens Rührei, mittags griechischer Salat und abends Hähnchenbrust ganz schön niederschlagen.

Deshalb: Statt wild mit der Ölflasche eine normale Menge anzupeilen, lieber mit einem Esslöffel (15 Gramm Öl) abwiegen oder besser: einen Ölzerstäuber benutzen.

Dazu sei noch gesagt, das Fett sicher nicht unser Feind ist. Viele Leute schwören sogar auf eine extrem fettreiche Ernährungsweise (die Ketogene Diät).

4. Getrunkene Kalorien

Wer es wirklich ernst meint, mit der Bikini-Figur für den Sommer, dem bleibt leider eine relativ magere Auswahl an Getränken: Wasser, Wasser und noch mehr Wasser.

Zugegeben, Kaffee und Tee sind auch ok, da beide fast kalorienfrei sind.

Allerdings sind Smoothies oder Proteinshakes tabu. Auch wenn sie nicht so kalorienreich wie Cola oder heiße Schokolade sind, haben sie trotzdem Energie. Und wer auf seine Linie achten möchte, der kann die 300-400 Kalorien täglich nicht unbedingt gebrauchen.

Warum aber sollte man diese weglassen? Ganz einfach: Getränke machen nicht satt.

Flüssige Nahrung wird extrem schnell verdauut. Noch dazu hat sie weder die Kollagenfasern, noch die natürlichen Ballaststoffe, die uns sonst in Hähnchen oder Gemüse sattmachen.

Wer trotzdem auf Obst nicht verzichten möchte, sollte einfach die ganze Frucht essen.

5. Genügend Schlaf

Das man sich mit einer Diät nicht stressen sollte, ist wahrscheinlich allen klar, die sich darauf einlassen.

Was aber allgemein gilt: Genügend Schlaf ist extrem wichtig, nicht nur für das Gewicht.

Schau am besten, das du jede Nacht solange schläfst, das du auch ohne Wecker aufwachen würdest. Mach am besten im Urlaub oder an freien Tagen den Wecker aus, und schau messe in etwa, wie lange du schläfst – das ist deine perfekte Schlafzeit – richte dich entsprechend danach!

Wie du ohne Alarm aufwachst [englisch]

4 Kommentare

  1. Sehr gute Tipps!!!

    Vor allem die Waage, sollte nicht der ständige Begleiter auf dem Weg zur Wunschfigur sein. Ich rate allen dazu, die Waage gegen das Maßband auszutauschen. Bei der Waage weiß man nie genau, ob man Wasser, Muskeln oder Fett verloren hat. Ich selber habe seit 20j. keine Waage mehr im Haus.

    Beste Grüße

    Michael

  2. Ich finde das Motivation und Durchhaltevermögen auch sehr wichtig sind, denn ohne wird man nicht lange durchhalten. Ich habe am Anfang auch sehr viele Fehler gemacht bei abnehmen, bis ich mich mal wirklich professionell beraten lassen habe. Das hat mir sehr geholfen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Lena

  3. Vielen Dank für Punkt 1 ! Ich mache mich immer unheimlich verrückt wenn sich etwas auf der Waage zum negativen verändert hat. Jetzt brauche ich das nicht mehr und kenne dank euch noch mögliche andere Gründe für die Gewichtsveränderung. Danke !

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